Diessener Schmunzelseite

Manche Ereignisse in Diessen fordern direkt zur humoristischen Reflexion auf.
Hier ein paar Schmunzel-Beiträge.

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 immer wenn die zeitung kommt… (sehr frei nach ernst jandl)

immer wenn die zeitung kommt
dreht sich mir der magen omm 

kurier der ammer superschlau
niemand weiß wie er genau


immer gräslein wachsen hören
schreiben gegen die da stören 

wolfi alles durchgedacht
website so schöne gemacht


schonungslos und restriktiv
progressiv und positiv 

doch schuse wackelt kopfeli
und macht großes hoppedi  

astutuli astutuli
benteli oh benteli 

pressefreiheit ist nicht gut
wenn es leser grausen tut 

………sehr frei nach ernst jandl / von einem leeren sack

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Beates Märchenstunde (frei nach den Gebrüdern Grimm)

Es war einmal eine beschauliche Gemeinde im schönen, hügeligen Voralpenland, in der alle Bürger seit mehr als einem Jahrzehnt scheinbar glücklich miteinander lebten. Als aber der Oberste des Dorfes und sein Rat wie alle sechs Jahre neu gewählt werden sollte, da geschah gar Schreckliches.  

Der böse Wolf, der unbemerkt schon drei Jahre zuvor aus dem hohen Norden an den Ortsrand gezogen war, griff nach dem Amt im Rathaus und wollte der so friedlichen Gemeinde schlimme Dinge antun. Er wollte den verschuldeten Haushalt sanieren, für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen, die Ratsitzungen soweit möglich öffentlich abhalten und dererlei Verrücktheiten mehr.  

„Die Bürger mehr an der Kommunalpolitik beteiligen. Das ist nicht fair!“, rief ein tapferer Gesell, der Gott sei dank in diesem Ort lebte und der sich sogleich an die Arbeit machte, um den bösen Wolf zu vertreiben. Es kam wie es kommen musste. Ein Kampf schien unausweichlich. Doch der tapfere Gesell war listig und wusste, dass der den bösen Wolf nicht so einfach werde besiegen können.  

Also ging er zu einer Hexe, die ihm bereitwillig ein mächtiges Zaubermittel gab: den Spaltpilz! Der tapfere Gesell streute alsbald fleißig das Zaubermittel aus und siehe da, die so friedlich und beschaulich zusammenlebende Gemeinde zerbrach. Jeder misstraute plötzlich jedem. Als der Wolf trotzdem immer stärker wurde und sich zu allem Übel auch noch Gefährten wie den Teufel, der das Weihwasser scheut und viele leere Säcke auf sein schlingerndes Schiff am Ammersee holte, da griff der tapfere Gesell zum letzten Mittel. Er machte sich auf in die Nachbargemeinde, von der er wusste, dass der böse Wolf dort schon einige Jahre zuvor sein Unwesen getrieben hatte.

Und seine Mühen waren nicht umsonst! Tatsächlich konnte er gar schlimme Dinge über den Wolf in Erfahrung bringen und gestärkt kehrte er in seine Gemeinde zurück. Jetzt, so war er sich sicher, hatte des Wolfes letzte politische Stunde geschlagen!Stolz verlas er die Liste der Greueltaten des Wolfes vor dem Obersten und seinem Rat, die ihm freilich nicht glauben wollten. Enttäuscht ging er wieder zur Hexe, um zusammen nach Wegen zu suchen, den bösen Wolf doch noch zur Strecke zu bringen. Denn der böse Wolf stirbt am Ende doch immer.

Schnell hatten sie eine Lösung: Der tapfere Gesell konnte nur der Held dieser Geschichte werden, wenn er durch die Hand des Wolfes (oder besser sein Maul?) stürbe. Todesmütig stürzte er sich schon am nächsten Abend in die Fänge des Wolfes und … – ihr wollt wissen, wie die Geschichte endet?

Ich weiß es nicht und es ist auch nicht von Belang.
Aber die Frage ist doch, wem dieses Theater nützt?  

gezeichnet
Ein leerer Sack alias Maximiliane von Behren

Datum: Dienstag, 27. November 2007 9:28
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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3 Kommentare

  1. 1

    […] titulierten BürgerInnen nutzen dieses Medium für ihre nun ebenfalls nicht zimperlichen Antworten;

  2. 2

    Die Art der Berichterstattung in diesem Forum erinnert mich ganz schrecklich an die Vorgehensweise und Lehren der “Scientology Church” von L. Ron Hubbard.

    Wenn diese Art des Wahlkampfes so weitergeht erinnere ich mich an 1933.

    Dass Wahlkampf noch nie eine wirklich saubere Sache war ist mir bekannt. Aber das????

    Ich bin seit 40 Jahren ein Diessener Bürger, weder in einer Partei noch sonst politisch engagiert.

    Aber, ich bin Wähler und ein Einwohner Diessens.

    Ich werde mein Wahlrecht wahrnehmen und empfehle dies auch allen anderen Diessener Bürgern.

    P.S.
    Komisch auf dieser Seite ist, dass man nicht auf alle Beiträge einen Kommentar schreiben kann…. Zensur????

  3. Roland Wolloner-Scharfe
    Mittwoch, 5. Dezember 2007 9:30
    3

    Ich freue mich dass Herr Lindner seinen Kommentar so hier hineinschreiben kann wie er Ihn für richtig hält.

    Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt geworden ist, gilt dies ja leider nicht für alle Medien die kommunal über den Verlauf des Wahlkapmfes berichten.

    P.S. Erinnerung:
    “Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt.”

    Thomas Carlyle
    04.12.1795 - 05.02.1881
    Einflussreicher schottischer Essayist und Historiker

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